3. Müritzer-Sommer-Film-Nächte
Neben „Der Mann, der nach der Oma kam“ zeigen wir ihnen die damals verbotenen DEFA-Produktionen „Seine Hoheit – Genosse Prinz“ (unvergessen Rolf Ludwig und Rolf Herricht) und “Wenn Du groß bist, lieber Adam” (mit Manne Krug).
Die Filme beginnen immer um 21.00 Uhr, für nur 5 € Eintritt . Tickets gibt es an der Abendkasse der Freilichtbühne.
DER MANN, DER NACH DER OMA KAM sonntags
DEFA | Komödie | 1970 | R.: Roland Oehme
D.: Winfried Glatzeder, Rolf Herricht, Marita Böhme, Fred Delmare, Marianne Wünscher, Herbert Köfer, Agnes Kraus u.a
Eine der erfolgreichsten Komödien der 70er Jahre!
Was tun, wenn die Oma wieder ihr eigenes Leben entdeckt und einfach heiratet? Für das viel beschäftigte Künstlerehepaar Piesold deutet sich eine Katastrophe an. Erst allmählich wird dem Fernsehkomiker und der Schauspielerin klar, dass sie sich von nun an selbst um ihre drei Kinder samt Haushalt kümmern müssen. Chaos bricht aus. Abhilfe soll ein Inseratgesuch nach der “Perle“ bringen. Doch die stellt sich ganz ungewöhnlich dar: Jung, gut aussehend, charmant und – männlich.
SEINE HOHEIT – GENOSSE PRINZ montags
DEFA | Komödie | 1969 | R.: Werner W. Wallroth
D.: Rolf Ludwig, Regina Bayer, Jutta Wachowiak, Rolf Herricht, Ursula Werner, Herwart Grosse, u.v.a
Kaspar Mai hat seinen Weg als Entwicklungskader im DDR-Außenhandel gemacht. Für seinen Chef ist er der “Exportgott”, der bei den Westkunden beste Umsätze erzielt. Kurz vor einer weiteren Reise “nach drüben“ erfährt Mai, dass blaues Blut in seinen Adern fließt und ist schockiert: Er – ein Spross verrotteter Feudalaristokratie? Es kommt noch schlimmer. Nachdem er auf seiner Dienstreise die Verwandtschaft kennen gelernt hat, zieht er bestürzt Bilanz: Vater – Landesfürst und Großgrundbesitzer; Mutter – Millionärsgattin in Miami; sonstige Verwandte im Westen – jede Menge! Ein Engel namens Angelika erlöst schließlich den verpönten Prinzen von seiner aristokratischen Herkunft.
Freches, knallbuntes Lustspiel aus den Zeiten nach dem Mauerbau.
WENN DU GROß BIST, LIEBER ADAM dienstags
DEFA | Spielfilm | 1965-1990 | R.: Egon Günther
D.: Stephan Jahnke, Gerry Wolff, Manfred Krug, Daisy Granados, Fred Delmare, Jutta Hoffmann u.v.a
Der kleine Adam bekommt von einem dankbaren Schwan eine Taschenlampe geschenkt, deren Schein jeden, der lügt, in der Luft schweben lässt. Natürlich sind wir immer ehrlich. Oder nicht? Ein ganzes Land wird beobachtet bei seinem schwierigen Umgang mit der Wahrheit: Vorgesetzte, Liebende und viele mehr. Zusammen mit seinem Vater will Adam die Lampe in Serie produzieren lassen. Doch stellt sich heraus, dass niemand eine derartige Leuchte wirklich haben will. Schließlich stellen Vater und Sohn den Prototyp zwischen die schon produzierten Lampen. Unerkannt in der uniformen Menge wartet die Macht der Wahrheit auf ihren neuen Gebrauch.
Dieses heiter-anarchische Filmmärchen wurde noch vor seiner Fertigstellung verboten. Egon Günther und Helga Schütz haben in der Rekonstruktion 1989/90 fehlende Tonspuren um Texttafeln aus dem Drehbuch ergänzt, die den satirischen Ton nochmals steigern. Der Film konnte sich in seiner frechen Frische und Leichtigkeit gegen die Verletzungen der Vergangenheit behaupten und ist aufgrund seiner Thematik auch heute noch aktuell.

